F-Zero
| Daten | |||
| Name: | F-Zero | Konsole: | Super Nintendo |
| Hersteller: | Nintendo | Sprache: | Englisch |
| Multiplayer: | --- | Speicherfunktion: | Modulspeicher |
| Release: | 1992 | Genre: | Rennspiel |
Ob Nintendo ahnte, welchen Meilenstein sie in der Videospielgeschichte setzen würden?
F-Zero war als eines der ersten Spiele für das Super Nintendo erhältlich. Und es zeigte sehr früh, welches Potential hinter der Konsole steckt: Der Mode-7 verhilft dem Spiel zu unglaublicher Grafik. Wir schreiben das Jahr 2560. 300 Fuß hoch über der Erde werden Rennen zwischen Menschen und Aliens ausgetragen. Dem Gewinner des Grand Prix winkt die höchste Anerkennung im Universum.
Der Spieler kann zunächstmal zwischen einem Grand-Prix und Practice entscheiden. Beim Grand- Prix tritt man gegen drei "intelligente" Rennfahrer an. Dabei kann zwischen vier Fahrern samt "Fahrzeug" (soweit man sie so nennen kann) gewählt werden. Je nach Wahl des Cups fährt man unterschiedliche Strecken, von denen es insgesamt 15 gibt. Hierbei können verschiedene Schwierigkeitsgrade gewählt werden. Außerdem befinden sich noch weitere Fahrer auf der Strecke, über deren Bedeutung ich mir bis heute nicht sicher bin. Sie fahren langsamer, unintelligent, sehen alle gleich aus und können nicht gewinnen. Sie blockieren einfach nur. Außerdem kann mit der Option Practice noch geübt werden, man tritt dann gegen die Uhr oder einen sogenannten "Rivalen" an. Die besten Runden- und Streckenzeiten werden übrigens gespeichert!
Ein Rennen erstreckt sich über fünf Runden. In diesen muß natürlich alles daran gesetzt werden, eine möglichst gute Position herauszuholen. Als weiterer Ansporn gilt: Man muß in der letzten Runde unter den ersten Drei sein, um nicht Disqualifiziert zu werden. Klingt einfach, ist es aber nicht immer. Die Strecken selbst sind über dem Erdboden aufgebaut. Meist finden sich am linken und rechten Rand Begrenzungen, die bei Berührung Energie und Geschwindigkeit kosten. Hin und wieder findet man auf der Strecke Querbalken, bei deren Berührung man vom Boden abhebt. Hierbei sollte man zusehen, wieder auf der Strecke zu landen, ansonsten ist das Rennen gelaufen! Desweiteren gibt es immer wieder Beschleunigungsstreifen, die die Geschwindigkeit kurzzeitig stark anheben. Läßt man sie aus, ist es unmöglich, die Rennen zu gewinnen. Um Energie aufzutanken, findet man hin und wieder Energiestreifen, die diese bei Überfahren wieder auffüllen. Die Strecken werden teils auch durch Hindernisse wie Minen blockiert, denen es gilt auszuweichen. Die Strecken forden wirklich viel vom Spieler: Mal hier eine enge Kurve links, danach eine noch engere Kurve rechts, und anschließend noch eine Kurve mit wenig Bodenhaftung. Ohne zu driften oder den "Blast Turnes" ist man hier sehr schnell verloren.
Das Pad steuert nach links oder rechts, während der Sprünge kann der Racer nach oben oder unten gezogen / gedrückt werden. Mit B wird beschleunigt. Die Bremse findet sich auf Y. Nach jeder absolvierten Runde erhält man einen Boost, den man beliebig einsetzen kann. Er wird durch A ausgelöst und erhöht kurzzeitig die Geschwindigkeit. Maximal können aber nur drei davon aufgespart werden! Mit den Schultertasten wird gedriftet. Außerdem gibt es noch die Blast Turnes, mit deren Hilfe man um sehr enge Kurven kommt. Dazu immer wieder vom Gas runtergehen und wieder aufs Gas steigen. Man preßt sich somit in die Kurve. Die Steuerung finde ich sehr gelungen, es ist möglich, mit jeder Sitution zurechtzukommen.
Die Musik klingt einfach nur wunderbar. Futuristische Melodien begleiten den Spieler auf seiner Fahrt. Eine angenehme, warme und volle Untermahlung des Geschehens. Dazu gibt es passende Soundeffekte der Racer in feinstem Stereo - damit man hört, wenn von links einer vorbeizieht! Der Sound ist mehr als nur gelungen - ein Meisterwerk für sich!
Durch die Nutzung des Mode-7 erreicht das Spiel Pseudo-3D Grafik. Erläuterung: Im Mode-7 werden große Hintergrundbilder skaliert und rotiert, um die Illusion einer 3D-Landschaft zu erzeugen. Für eines der ersten Spiele, die diese Technologie nutzen, durchaus gelungen - spätere Spiele allerdings zeigen, daß noch mehr aus der Sache herauszuholen ist. Außerdem wird der Super Nintendo Transparenzeffekt genutzt, wenn auch nur für die Energieleiste.
Was wenige wissen: In Japan wurde über das Satellaview BS F- Zero 2 veröffentlicht, das neben neuen Racern einen kompletten, neuen CUP besitzt. Die neuen Strecken sind wirklich unglaublich, und verlangen dem Spieler wirkliches Können ab. Noch krassere Beschleunigungen und Sprünge sind angesagt!
Auf dem Super Nintendo wird man kein gleichwertiges Spiel finden. Jeder, der ein Super Nintendo besitzt, sollte dieses Spiel zumindest gespielt haben. Schnelle Rennen mit engen, kurvenreichen Strecken. Einziger Kritikpunkt: Ein 2-Player Mode hätte auch Spaß gemacht.

Für mich gibt es nur zwei richtige Future Racer: F-Zero und F-Zero X. F-Zero brachte etwas noch nie dagewesenes, und F-Zero X war für mich eine großartige Fortsetzung. Beide Versionen finde ich besser als die aktuelle Gamecube-Version F-Zero GX, die zwar durch schöne Grafik glänzt, der es aber an Gameplay mangelt. Großartig!
Geschrieben von Wolfgang
» Hier klicken um über diesen Spieletest zu diskutieren





