Donkey Kong
| Daten | |||
| Name: | Donkey Kong | Konsole: | Atari 2600 |
| Hersteller: | Nintendo/Atari | Sprache: | Englisch |
| Multiplayer: | --- | Speicherfunktion: | --- |
| Release: | 1983 | Genre: | Arcade |
1981 stieg Nintendo richtig ins Videospielgeschäft ein und somit musste eine Idee her. Es sollte etwas besonderes werden und außerdem ein Maskottchen dabei entstehen. Die Idee, die dabei erschien war das Arcade Jump & Run Donkey Kong, welches in beinahe allen Spielhallen zu bewundern war um zum Highscore-Punkten anzuregen. Ursprünglich wollte Nintendo die Comic und Trickserienfigur Popeye als Helden, Olivia als die Person die man retten soll und als Bösewicht natürlich Brutos.Jedoch bekamen die Spielentwickler nicht das Recht und die Lizenz dafür und somit brauchte man eine eigene Idee. Diesmal orientierte man sich an King Kong und nahm einen Gorilla der die hübsche Pauline auf den Rohbau eines Wolkenkratzers verschleppt. Nun gab es schon den Gegner und die zu rettende Dame. es fehlte jedoch noch ein Held. Man entschied sich für einen Zimmermann mit Latzhose, Mütze und italienischen Flair. So entstand Mario und der Affe wurde Donkey Kong getauft. Um genaueres darüber zu erfahren könnt ihr den passenden Heldenbericht auf unserer Seite lesen.
Nachdem geklärt war um was es eigentlich geht, komm ich nun auch schon zum Spielablauf. Ganz oben auf dem Stahlgerüst steht der Gorilla Donkey zusammen mit seinem hübschem Fang Pauline. Der Held startet ganz unten und beginnt das Spiel mit zwei Leben, man bekommt auch im Spiel keine weiteren dazu. Da Donkey Kong nicht gerade erfreut darüber ist dass ihm der Handwerker seine hübsche Prämie abjagen will, versucht er Mario mit Hilfe von Fässern, die er das Stahlgerüst nach unten rollen läst, aufzuhalten. Marios Aufgabe besteht nun darin bis zu Pauline zu gelangen und dabei den Fässern auszuweichen. Hört sich ganz einfach an, aber so leicht ist es nicht. Es gibt zwar viele Leitern die man nutzen kann um schneller nach oben zu gelangen, doch einige sind kaputt und die Fässer rollen nicht nur die Träger entlang, sondern können auch die Leitern herabfallen. Wenn man dann Pech hat wählt eins der Fässer genau die Leiter an der man gerade hängt. Es ist dabei rein zufällig, ob und welche Leiter ein Fass nun herunter fällt. Ansonsten rollen die Fässer immer bis zum Ende eines Stahlträgers und fallen erst dort auf den nächsten.
Im zweiten Level ist das Szenario anders aufgebaut: Nun wirft der Affe zwar keine Fässer mehr nach unten, jedoch hat er nun Unterstützung von Schlangen. Mario hat nun von Anfang an auch mehrere Wege zur Auswahl, die er nach oben klettern kann. Zwischen den kurzen Stahlträgern, wo die Leitern nach oben führen, und den langen in der Mitte sind kleine Brettchen angebracht, die jedoch verschwinden sobald der Held über sie läuft. Rennt man nun erneut (aus Versehen) über so ein Loch, dann verliert man ein Leben. Man sollte sich allerdings diese Löcher machen, denn so hat man auf der Seite mit der Leiter Ruhe vor den Kriechtieren. Auf dem obersten Träger, unter Donkey Kong und Pauline, muss man direkt die Leiter zur Angebeteten nehmen, um den Level zu absolvieren. Hat man auch diesen Level geschafft, geht das Spiel von vorn los. Allerdings ist es nun etwas schwerer, da die Fässer und Schlangen jetzt viel schneller sind. Damit ist das Game eher was für Highscore-Sammler, da man für jeden Sprung über ein Hindernis und für jeden geschafften Level Punkte bekommt.
Wer denkt Super Mario hätte erst seit Super Mario Bros 3 Erfahrung mit einem Hammer, der irrt sich: Schon in Donkey Kong kann man in den beiden Levels einen Hammer aufsammeln. Hat man diesen hört der Held gar nicht mehr auf mit dem Hammer zu klopfen. Das sollte man ausnutzen und sich vorwärts bewegen, da man nun die Fässer und die Schlangen zertrümmern kann. Man muss jedoch aufpassen, denn der Hammer gibt keine Unverwundbarkeit! Sollte ein Fass genau in dem Moment die Spielfigur berühren wo Mario gerade aufzieht, so verliert man eins seiner Leben, beginnt den Level von vorn und der Hammer ist natürlich futsch! Außerdem hält er nicht ewig und man kann damit auch keine Leitern hoch und runter klettern. Somit bringt er also irgendwie nicht viel, da man sich mit ihm nur auf einen Träger aufhalten kann.
Die Steuerung mit dem Joystick ist wahrlich ein Graus. Entweder sie reagiert zu schlecht oder man kommt irgendwie mit dem springen nicht klar. Das springen hätte man auf einen Button legen sollen, jedoch übernahm man auch für Konsole die Arcadesteuerung: Stick nach oben und in die Sprungrichtung, was auch schön aber dadurch extrem schwer zu kontrollieren ist.
Am Atari 2600 ist die Grafik um vieles schlechter und pixliger als beim original Automatenspiel, was auch daran liegt das am Atari 2600 keine bessere Grafik möglich war. Dadurch hat man im Spiel sehr wenig Farben und eine niedrige Auflösung. Sounds gibt es in der Atari-Version auch nicht gerade viele, außer ein paar Pieptöne beim Springen, beim Klettern und beim Zuschlagen mit dem Hammer. Das war´s auch schon!
Direkte, aber etwas enttäuschende Umsetzung, wenn man das Original kennt. Bei wahren Donkey Kong-Fans sollte es jedoch in keiner Sammlung fehlen. Alle anderen sollten lieber zur NES Version greifen.


Trotz all der Mängel, was Sound und Grafik angeht, ist es ein gutes Spiel und in meinen Augen sogar eines der besten am Atari 2600. Der Spielspaß ist auf diesem Gerät genau so hoch wie beim originalen Donkey Kong, solange man nicht nur auf Grafik fixiert ist!
Geschrieben von Naglfar
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