Chrono Trigger
| Daten | |||
| Name: | Chrono Trigger | Konsole: | Super Nintendo |
| Hersteller: | Square | Sprache: | Englisch |
| Multiplayer: | --- | Speicherfunktion: | Modulspeicher |
| Release: | 1995 | Genre: | Rollenspiel |
Der Zustand unserer Gegenwart begann schon vor Millionen Jahren...
...und sie wird auch für unsere Zukunft und die unserer Kinder und Enkelkinder verantwortlich sein!
So, oder so ähnlich könnte eine Einführung zu Chrono Trigger lauten!
Chrono Trigger war leider eines der letzten ganz großen Rollenspiele für das Super Nintendo!Square Soft holte sich Verstärkung bei Enix. So erschafften die Programmierer von Final Fantasy und Dragon Quest (die damals wohl erfolgreichsten Rollenspielserien in Japan) ein wahres Wunderwerk für das Super Nintendo!
Noch heute gibt es diverse Klone und an Fortsetzungen wird eifrig gebastelt, leider erscheinen diese meist nur in Japan oder in sehr begrenzter Stückzahl auch in Amerika.
Man spielt einen Jungen, der eigentlich nur auf den Rummel gehen wollte, sich aber dann in eine Geschichte verstrickt und am Schluss Retter der Welt werden muss.
Die Story selbst ändert sich laufend, bis sich heraus stellt, dass durch eine außerirdische Macht das Ende der Welt im Jahr 1999 bevorsteht.
Zugegeben, das klingt jetzt sehr trocken und kompakt, aber wer einmal mit Chrono Trigger angefangen hat, wird so schnell nicht wieder damit aufhören!
Crono, der Hauptcharakter, erhält im Laufe des Spiels Zuwachs von seiner Freundin Lucca, später auch noch von Prinzessin Nadja, die das Leben als Prinzessin satt hat.
Nach einem eher ruhigen Einstieg auf dem "Millenial Fair" im Jahre 1000 geht es schnell zur Sache und man macht eher notgedrungen den ersten Zeitsprung. Es sieht alles aus, wie immer, bis man feststellt, dass man sich im finstersten Mittelalter, genauer gesagt im Jahre 600 befindet. Hier erhält man dann wiederum Zuwachs von einem Helden namens Glenn, der in einen Frosch verwandelt wurde.
Eine Verwechslungsgeschichte, die Nadja am Anfang noch sehr lustig findet, muss dringend aus der Welt geschaffen werden, um die Zukunft zu retten. Die Zukunft retten? Einfacher gesagt, als getan, denn das mit den Zeitsprüngen will nicht so richtig klappen und die Helden befinden sich in der Zukunft, in einer düsteren und traurigen Zukunft... Spielerisch ist hier aber einiges geboten, F-Zero lässt grüßen! Zurück in der Gegenwart entgeht Crono nur knapp einer Hinrichtung!
Es gibt später sogar die eine oder andere Stelle, an der man sterben muss, um das Spiel fertig spielen zu können! Aber mehr will ich an dieser Stelle nicht verraten, dies soll ja ein Review sein und keine Komplettlösung!
Das Spiel hat sehr viele Side- oder Nebenquests, etliche der Nebenquests müssen nicht gespielt werden, sie haben aber Auswirkungen auf die Zukunft! Sie verlängern natürlich auch das Spiel, was allerdings erwünscht ist, denn "eben schnell durchlaufen" ist nicht der Sinn von Chrono Trigger!
In den Nebenquests gibt es generell sehr viele EXP (Erfahrungspunkte) und seltene Items abzustauben, weswegen man schon alleine deshalb die Nebenquests soweit es geht, spielen sollte!
Auf etliche Nebenquests kommt man auf Anhieb gar nicht von selbst, man muss schon den Text sehr genau lesen und sich auf jeden Fall mit allen Leuten, notfalls auch mehrmals, unterhalten!
Das Spielen der Nebenquests hat auch Auswirkungen auf die Schlußsequenzen!
Die Zeitlinie erstreckt sich im Laufe des Spiels von der Steinzeit bis in die Zukunft, wobei man in jeder Zeitepoche einen neuen Begleiter dazu gewinnt. Der Begriff Zeitlinie hat hier auch eine große Bedeutung, denn was man in der Vergangenheit verändert, hat auch Auswirkungen auf die Zukunft!
Durch die vielen Nebenquests ist das Spiel auch nach Jahren noch für eine Überraschung gut!
Hauptquest ist allerdings der Tag von Lavos, im Jahr 1999, an dem der Außerirdische Lavos die Welt zerstört, das muss verhindert werden.
Grafisch ist das Spiel ein Meisterwerk, die Story ist sehr fließend und wendet sich relativ oft. Chrono Trigger ist eben ein Spiel, das jeden Rollenspieler sofort in seinen Bann zieht.
Es gibt im groben 3 Ansichten: die Landkarte, die detaillierte innerhalb der Städte oder Dungeons und natürlich die Kampfszenen!
- Reine Vogelperspektive auf der Landkarte, hier kann man immer speichern!
- Innerhalb der Städte und Dungeons ist die Ansicht eher mit Secret of Mana zu vergleichen!
- Man kann in der Detailansicht auch rennen, aber nur an Savepoints speichern!
Das Gameplay an sich ist abhängig davon, was man in der Vergangenheit gemacht hat und in welcher Reihenfolge man die Zeitepisoden spielt, eine direkte Auswahl der Zeitepisoden gibt es aber erst im späteren Verlauf des Spieles.
So kann aus dem Geizkragen in der Gegenwart, durch eine kleine Aufmerksamkeit in der Vergangenheit auch schon mal der großzügige Gönner werden!
Rollenspieltypisch ist die Waffen- und Zauberauswahl, die die verschiedenen Charaktere auch untereinander kombinieren können, so entstehen teilweise sehr starke Attacken, die besonders bei Endgegnern sehr nützlich sind.
Die Menüs sind einfach gehalten und sehr leicht zu bedienen.
Am Anfang und im Laufe des Spieles bekommt man Tutorials, wie man mit Waffen, oder später mit Zaubersprüchen oder Combos umgeht.
Das Kampfsystem ist ein RPG-Kampfsystem, wie es auch in Final Fantasy zum Einsatz kommt, kein aktiver Kampf wie zum Beispiel bei Zelda oder Secret of Mana. Während der Kämpfe kann der Spieler dann Waffen oder auch Zaubersprüche auswählen, mit denen der Gegner angegriffen werden soll, bzw. Heilzauber, Items usw. Verschiedene Zauber können auch kombiniert werden, so ergibt Eis, Feuer und Donner eine "Delta-Force", einen 3-Elementar Zauber, der fast jeden Gegner auslöscht. Auch die Waffenkünste sind so kombinierbar.

RPG-Rundenbasiertes Kampfsystem
Es gibt im Laufe des Spiels die Rollenspielüblichen Items zu finden oder zu kaufen. Das reicht von Waffen, über Heil- und Zaubertränke, bis hin zu Rüstungen und Helmen. Für jeden Begleiter gibt es eine andere Waffengattung, teilweise benötigen die Charakterklassen auch unterschiedliche Rüstungen. Für wen eine Waffe oder Rüstung geeignet ist, und ob Sie Vor- oder Nachteile bringt sieht man schon vor dem Kauf, dies erleichtert das Spielen ungemein.
Die eigenen Levels und die der Freunde werden durch die Zahl der Erfahrungspunkte (EXP) bestimmt. Je mehr Gegner man besiegt, desto schneller steigt man auf. Bei Level 99 leider Schluss!
Die Gegner hinterlassen neben EXP auch Gold und manchmal auch andere Dinge, mit denen man bei Händlern einkaufen kann. Damit dies auch in der Steinzeit möglich ist, bekommt man hier von den Gegnern Klauen, Hörner und Federn, die man dann bei den dortigen Händlern eintauschen kann.
Square hat aus Fehlern in alten Final Fantasy Spielen gelernt und den Computergegner über das komplette Spiel gut spielbar gehalten, um das nötige aufleveln kommt man aber nicht herum, denn spätestens nach dem ersten Quest geht es richtig zur Sache!
Die Schwierigkeit des Computergegners ist einigermaßen einstellbar, indem man den Battlemode auf Active (Computer darf sofort angreiffen) oder Wait (Computer muss warten) einstellt (Dies wird aber auch im Spiel erläutert, da es ein kleines Tutorial am Anfang gibt)
Der Sound ist sehr gut gemacht und geht direkt ins Ohr, für einen Nichtspieler kann es zwar nach einer Zeit nervig werden, aber die Sounds unterstreichen immer die passende Epoche und für mich aus diesem Spiel nicht mehr wegzudenken!
Grafisch ist das Spiel sehr abwechslungsreich gehalten, große Endbosse und liebevolle Zwischensequenzen lassen die Spieleraugen hier ganz groß werden!


links:atmosphärisches Lager rechts:idyllische Landschaften
Originelle Zwischeneinlagen wie zum Beispiel das Rennen mit Johnny, mache das Spiel grafisch, als auch spielerisch zu einem Erlebnis!
Man kann das Spiel auf sehr unterschiedliche Weise beenden, zum einen indem man sich bis zum Black Omen vorspielt, oder aber, indem man einfach per Zeitsprung nach 1999 reist um ihn am "Tag von Lavos" zu begegnen.
Lavos ist ein ganz schön harter Brocken, unter Level 70 braucht man gar nicht erst anfangen mit ihm zu kämpfen, außer man will mal den "Game Over" Bildschirm sehen! Er greift mit sehr starken Elementarzaubern an, die selbst den stärksten Helden schnell aus den Socken hauen, wenn er nicht ununterbrochen geheilt wird!
Der Absolute Höhepunkt sind die Schluss-Sequenzen, die Programmierer haben nicht gegeizt! Je nach Epoche bzw. Fortschritt des Spieles wurden über 20 unterschiedliche Endsequenzen geschaffen, wie viele es genau sind, kann man nicht sagen, da rätselt die Spielerwelt heute noch.
Als kleines Bonbon hat man die Möglichkeit, wenn man das Spiel dann durchgezockt hat, ein "New Game+" also eine Art zweiten Durchgang starten. Es handelt sich hier um den selben Durchgang, den man schon mal gespielt hat, jedoch mit allen Ausrüstungen und Power-Ups, die man schon im ersten Durchgang erspielt hat! Man beginnt also als Mega-Superheld das ganze Spiel noch mal von vorne, das hat auch was!
Chrono Trigger wird oft mit Final Fantasy in einem Zug genannt, dazu kann ich nur sagen, dass es im besten Fall Final Fantasy 6 auf ein gleiches Niveau schafft!


Mit das Beste RPG-Spiel für das SNES! Selbst heute, nach 10 Jahren, spiele ich CT immer noch gerne, da es immer wieder für eine Überraschung gut ist!
Geschrieben von Splash
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