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Ghost House



Daten  
Name:Ghost HouseKonsole:Master System
Hersteller:SegaSprache:Englisch
Multiplayer:2-SpielerSpeicherfunktion:---
Release:1986Genre:Jump & Run



"Versuchen Sie, den versteckten Schatz beim abenteuerlichen Besuch im verhexten Haus des Grafen Dracula zu finden."
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Der kleine Koboldjunge Mick hat die Juwelen seiner Vorfahren geerbt, doch diese befinden sich leider in einem uraltem Spukhaus in dem die seltsamsten Gestalten umherwandern und das von Vampiren bewohnt ist. Könnt ihr ihm helfen seine Erbstücke zu finden?!


BildDas Spiel beginnt leider ohne einem einzigen Anzeichen von Story. Man weiß nicht einmal was überhaupt zu tun ist, so passierte es mir auf jeden Fall, dass ich erst ewig durch den Level stapfte, bis mir mal auffiel dass sich das ganze immer und immer wiederholte und man nicht irgendwann, wie bei gewöhnlichen Jump&Run, an einem Ziel ankommt. Es gibt duzende von Leitern und Türen, diese führen in den Keller und an die Oberfläche zurück. Geht man durch eine Tür und merkt man, das man hier falsch ist und nimmt die Tür zurück so taucht man plötzlich an einem ganz anderen Ort des Levels wieder auf, es ist also dem Zufall überlassen wohin die Türen führen und somit ist es immer anders, wohin man kommt und das ist anfangs schon sehr verwirrend. Tja, so irrt man erst mal eine ganze Weile umher, stirbt durch die unmöglichsten Dinge und versteht nicht was man nun zu erledigen hat. Tötet man einen Gegner so kann es gut sein, dass dieser nun einen Schlüssel verliert, aber wohin damit? Nur durch Zufall konnte ich herausbekommen für was dieser gut war und so kam ich endlich hinter das Geheimniss von "Ghost House".


Ja, so scheint es wohl. Auf der Suche nach den Schätzen und dem Grafen Dracula trifft man auf alle mögliche seltsame Gestalten wie den Fireblower und dem Death-Ghost. Der Death-Ghost hört sich zwar gefährlich an, ist aber noch einer der Harmloseste der Gegner. Er wandert nur hin und her und man springt im entweder in guter alten Jump&Run manier auf den Kopf oder verpasst ihm, wie Alex Kidd, einen Fausschlag ins Gesicht und schon ist dieser hinüber. Der Fireblower ist schon ein harter Brocken und er lässt sich nicht so leicht klein kriegen. Versucht man es diesen zu schlagen, so verkohlt er dich mit seinem heißen Atem. Für den roten Kugelkerl braucht man da schon härtere Mittel auf die ich jetzt nicht weiter eingehen werde, sondern dem Spieler überlassen will dies herauszufinden. Die nervigsten Gegner im Spiel sind allerdings die zwar schwachen, aber unheimlich schnellen Fledermäuse, die pausenlos durchs Bild schwirren. Ab dem nächsten Spielabschnitt kommt auch noch eine ganz besondere Kreatur vor, die anscheinend einen unbeirrten Heißhunger auf den kleinen Koboldjungen hat und von der man somit ständig durch das gruselige Haus verfolgt wird. Dieses "Ding" klettert auch die Leitern hoch und runter und lässt dem Spieler keine Ruhe mehr. Hin und wieder fliegen an bestimmten Stellen Schwerter durchs Bild, denen man entweder ausweichen oder auf sie springen solle, um sie zu Boden zu werfen. Die Waffe kann man ab jetzt für eine bestimmte Zeit nutzen. Neben all den Monstern gibt es auch noch Fallen, bei denen man durch die Böden fällt oder klebrige Spinnweben in denen man (un)gerne hängen bleibt und man wild hin und her zappeln muss, um wieder frei zu kommen.
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So schön das Spiel anfangs auch erscheint, so langweilig und nervig wird es mit der Zeit. Zwar gibt es im ganzen Spiel nur sechs Level, doch diese unterscheiden sich vom Aufbau in keinster weise. Lediglich die Farbgebung ist anders und ab Level zwei kommt der beinahe unaufhaltbare Verfolger dazu und die Gegneranzahl nimmt zu und sie halten auch etwas mehr aus. In jedem Level gilt es das selbe zu tun: Schlüssel finden und Vampire töten. Es bietet also leider kaum oder eher gesagt keinerlei Abwechslung.

Außerdem ist der Schwierigkeitsgrad sehr hoch gesetzt und man stirbt oft durch unfaire Stellen. Ein weiterer Wermutstropfen ist die fehlende Speicher- oder zumindest Passwortfunktion. Nicht einmal Continues sind vorhanden und man muss Anfangs mit drei Leben auskommen.


Gibt es auch doch läuft das ganze nur so ab das Player 1 solange spielt bis dieser tot ist oder einen Level beendet hat, erst dann kommt der zweite Spieler an die Reihe und hier gilt wiederum das selbe.


Das Spiel ist sehr schön anzusehen und die Grafiken sind hübsch gestaltet. Jedoch bieten die Level außer einem anderen Farbton keinerlei Abwechslung. Mick selbst erinnert sofort an Alex Kidd wenn man den Faustschlag vergleicht.

Die Steuerung reagiert auch nicht immer sofort, was am häufigsten beim betreten von Türen vorkommt und manche Sprünge zu Seite klappen auch nicht immer und Mick springt nur senkrecht nach oben. Schlimm ist es auch das man ab und zu in den Monstern regelrecht hängen bleibt und diese einem dann durch die unfaire Art die komplette Lebensenergie entziehen.

Die Musik ist schön anzuhören doch auch hier gibt es leider von Level zu Level keinerlei Abwechslung. Dies stört jedoch nicht, denn die Melodie ist sehr gut gelungen und passt gut zum gesamten Spieldesign.


Ein Spiel das anfangs sehr verwirrend ist, aber sobald man weiß was zu tun ist viel Spaß machen aber auch frustrieren kann. Außerdem ist es nicht sehr abwechslungsreich und fesselnd, da man immer nur das gleiche in der selben Umgebung macht. Eine kleine Anfangsstory und Endgeschichte hätte auch nicht geschadet. Schade eigentlich, denn man hätte deutlich mehr daraus machen können.


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Ghost House - Screenshot - Titelbildschirm
Titelbildschirm
Ghost House - Screenshot - Dann wollen wir mal...
Dann wollen wir mal...
Ghost House - Screenshot - Schön gemütlich hier
Schön gemütlich hier
Ghost House - Screenshot - War ich hier nicht schon mal?!
War ich hier nicht schon mal?!


 

  GrafikBewertung8/10
  SoundBewertung8/10
  SteuerungBewertung4/10
  UmfangBewertung3/10
  SpielspassBewertung5/10


 

Das Spiel stand sehr lange unbenutzt im Regal, da ich Anfangs nicht verstand was zu tun ist. Man muss sich anfangs wirklich Zeit nehmen um herauszubekommen was einen ans Ziel führt. Wenn man das erst einmal weiß macht es Spaß doch es langweilt auch schnell, da jeder Level den selben Aufbau hat und sich außer Gegner, Schwierigkeit und Farbgebung nichts verändert. Eine Passwortfunktion hätte dem Spiel ebenfalls nicht geschadet, aber da es sehr kurz ist können es geübte Spieler in sehr kurzer Zeit durchhaben.



Geschrieben von Naglfar

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